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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Konzept für die Bildung eines INTERDISZIPLINÄREN - gastroenterologisch-viszeralchirurgischen - ZENTRUMS

Vortrag

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  • presenting/speaker Klaus Kramer - Chirurgie I, Universität Ulm
  • K. Schönleben - Chirurgische Klinik, Klinikum der Stadt Ludwigshafen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch1355

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch329.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Kramer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

In der gemeinsamen Sitzung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) mit der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie (DGVC) am 18.07.2002 heißt es: Die Zukunft liegt in der Schaffung von interdisziplinären Zentren für Erkrankungen der Verdauungsorgane. Ein Konzept zum Aufbau eines solchen Zentrums wird hiermit vorgelegt.

Material und Methoden

Spezialistentum (Analyse) und Ganzheit (Synthese) sind gleichermasen Qualitätskriterien moderner Medizin. Je spezialisierter die Subdisziplinen, um so mehr bedarf es zur Synthese der Ganzheit, einer interdisziplinären Zusammenarbeit.

Ergebnisse

Basis der Arbeit auf einer interdisziplinären Station sind die täglich gemeinsam von beiden Disziplinen durchgeführten klinischen Visiten. Auf Grundlage gemeinsamer Erfahrung am jeweiligen Patienten und auf der Basis gemeinsam erarbeiteter Standards wird um individuelle Wege in Diagnostik und Therapie gerungen. Verständigung heißt dabei nicht möglichst einer Meinung zu sein. Es geht darum, auch unterschiedliche Aspekte nebeneinander zu stellen, auszuhalten und das Berechtigte des jeweils anderen Aspektes zu erkennen. Die juristische Verantwortlichkeit für jeden einzelnen Patienten wird bei der Visite jeden Tag neu geklärt. Im Zweifelsfall behält der für zuständige Erklärte das letzte Wort, wobei Konsens angestrebt wird. Personelle Besetzung, räumliche Ausstattung, Budget, Aufnahmemodus und Tageslaufanpassung erfolgen so, daß die für die jeweiligen Fächer typische Herangehensweise, Präsenz gleichsam wie die Umgangsart akzepktiert und gewahrt bleiben. Die gemeinsame Ausbildung ergibt sich durch die tägliche Zusammenarbeit sowie durch gemeinsame Erarbeitung von Standards auf Grundlage von Leitlinien der Fachgesellschaften im Gespräch mit der aktuellen wissenschaftlichen Literatur.

Schlussfolgerung

Spezialistentum und Interdisziplinarität bilden die Säulen für Ganzheit in der Medizin.