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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Das PET/CT beeinflusst das Management von Patienten mit resektablem Pankreaskarzinom

Poster

  • presenting/speaker Stefan Heinrich - Viszeral- u. Transplantationschirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
  • G.W. Görres - Nuklearmedizin, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
  • M. Schäfer - Viszeral- u. Transplantationschirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
  • P. Bauerfeind - Gastroenterologie und Hepatologie, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
  • B. Pestalozzi - Medizinische Onkologie, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
  • G.K. von Schulthess - Nuklearmedizin, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
  • P.A. Clavien - Viszeral- u. Transplantationschirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch1128

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch180.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Heinrich et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) erlangt eine zunehmende Bedeutung im Staging gastrointestinaler Tumore und hat beim Pankreaskarzinom eine Sensitivität und Spezifität von 80%. Allerdings ist die genaue anatomische Zuordnung der Befunde oft schwierig. Im PET/CT werden Computertomographie (CT) und PET in einem Untersuchungsgang durchgeführt, und anschliessend die Bilder digital fusioniert. Dies erleichtert die anatomische Zuordnung von PET-Befunden, und zusätzlich können Tumore ohne FDG-Anreicherung identifiziert werden.

Material und Methoden

Alle Patienten mit Verdacht auf Pankreaskarzinom, welche im Zeitraum von Juni 2001 bis September 2003 eine PET/CT Untersuchung erhielten, wurden in einer prospektiv geführten Datenbank erfasst. Das Routinestaging bestand aus CT-Abdomen, Röntgen-Thorax und Endosonographie. Die PET/CT-Untersuchungen wurden gemäss standardisiertem Protokoll nach FDG-Injektion durchgeführt, und alle Befunde histologisch verifiziert. Studienendpunkt war der Einfluss des PET/CT auf das Management der Patienten mit resektablen Pankreaskarzinomen.

Ergebnisse

Es wurden 45 Patienten (Tumorlokalisation: 41x Pankreaskopf, 4x Pankreasschwanz) mit einem medianen Alter von 62 Jahren analysiert. 35 Patienten hatten ein Karzinom, die restlichen 10 Patienten wiesen eine benigne Raumforderung auf. Die Sensitivität und Spezifität des PET/CT für das Vorliegen eines Karzinomes im Pankreas betrugen 89% und 80%, der positiv-prädiktive Wert 94%. Alle Patienten mit FDG-Aufnahme im Pankreas und einem CA 19-9 Wert > 85kU/l hatten ein Karzinom. Fernmetastasen und Zweitkarzinome wurden bei drei Patienten bzw. zwei Patienten gefunden. Somit musste bei fünf der 28 initial als resektabel beurteilten Tumore (18%)die Therapie geändert werden.

Schlussfolgerung

Für das Pankreaskarzinom weist das PET/CT eine höhere Sensitivität und Spezifität auf als das konventionelle PET. Da die Therapie bei jedem fünften Patient aufgrund des PET/CT-Befundes geändert werden musste, stellt das PET/CT eine wichtige zusätzliche Staginguntersuchung vor einer geplanten Pankreasresektion dar. Die Kombination mit dem Tumormarker CA 19-9 kann die Aussagekraft des PET/CT verbessern.