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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Ergebnisse ersten 82 laparoskopischen biliopankreatische Diversionen mit Duodenalswitch bei morbider Adipositas in Deutschland

Vortrag

  • presenting/speaker Ingmar Pommhoff - Chirurgische Klinik des Krankenhaus Sachsenhausen
  • R. Blanco-Engert - Dornbuschklinik Frankfurt
  • M. Schramm - Chirurgische Klinik des Krankenhaus Sachsenhausen
  • R. Weiner - Chirurgische Klinik des Krankenhaus Sachsenhausen

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0820

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch174.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Pommhoff et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Die laparoskopische biliopankreatische Diversion mit Duodenalswitch (BPD-DS) erfährt als malabsorptives Verfahren eine zunehmende weltweite Verbreitung. Er stellt ein sehr komplexer laparoskopische Eingriff dar. Als erste Klinik in Deutschland wurde in Frankfurt 2001 mit der routinemäßigen laparoskopischen BPD-DS-Operation begonnen. Die Ergebnisse hinsichtlich Morbidität und Effektivität werden dargestellt.

Material und Methoden

Der BPD-DS wurde in der 6-Trokar-Technik durchgeführt. Die Schlauchmagenbildung erfolgte mit einer Kapazität von 150 ccm, wobei das Antrum erhalten blieb. Der „Common channel“ wurde in Abhängigkeit vom BMI 75 - 100 cm lang gewählt. Die Duodenoileostomie wurde in Zirkulärstapler-Technik, kombiniert Linearstapler mit Handnaht und als komplette „Handanastomose“ ausgeführt. Letztere erwies sich als das sicherste Verfahren. Es handelte sich um 82 Patienten (70 weiblich, 12 männlich) mit einem Ausgangs-BMI von 55,7 kg/m2.

Ergebnisse

Die Letalität betrug 1,2 %, die Morbidität 12 %, die Konversionsrate 0 %, die Readmissionrate 6 %, die Transfusionshäufigkeit 2,4 %. Die häufigsten Komplikationen waren Wundinfektionen bei Verwendung von Zirkulärstaplern (7,3%) und nach Reinterventionen. Die Leckage-und Stenose-Rate lag beim primären Eingriff bei jeweils 1,2 %. Insgesamt wurden 77 simultane Cholezystektomie und 79 simultane Appendektomien ausgeführt. Die mittlere Operationszeit betrug 182 min, wobei diese bei den letzten 20 Eingriffen auf weniger als 160 min gesenkt werden konnte. Der Verlust an Übergewicht (Excess weight loss) betrug nach einem Jahr immerhin 82 %. In der Beurteilung nach den Reinhold`s Kriterien zeigt das Verfahren keine Therapieversager. Bei den Komorbiditäten und bei der Lebensqualität (Testbatterie) kam es zu signifikanten Verbesserungen. Die Patienten haben eine hohe Lebensqualität nach einem Jahr, wobei der

Schlussfolgerung