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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Verstellbares Magenband vs. bandverstärkte Gastroplastik - prospektive Langzeitstudie an 1000 konsekutiven Patienten mit morbider Adipositas

Vortrag

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  • presenting/speaker Karl Miller - Chirurgische Abteilung, Krankenhaus Hallein; Ludwig Boltzmann Institut fuer Gastroenterologie, Salzburg
  • Y. Tipau-Villarreal - Ludwig Boltzmann Institut fuer Gastroenterologie, Salzburg
  • E. Hell - Ludwig Boltzmann Institut fuer Gastroenterologie, Salzburg

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch0188

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch126.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Miller et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Die vertikale bandverstärkte Gastroplastik (VBG) wird seit 1979 klinisch angewendet, das verstellbare Magenband (Adjustable Gastric Banding, AGB) seit 1985. Das Ziel dieser Studie war es, die beiden Methoden hinsichtlich der Resultate sowie der kurz- und langfristig auftretenden Komplikationen zu vergleichen.

Material und Methoden

Innerhalb von zehn Jahren (1992- 2002) wurden im Rahmen einer prospektiven, nicht randomisierten, vergleichenden Studie 1000 konsekutive restriktive Magenoperationen untersucht. Zwei Chirurgen operierten in diesem Zeitraum insgesamt 500 VBG und 500 AGB.

Ergebnisse

In beiden Patientengruppen betrug der mittlere BMI 46 kg/m². Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum betrug 68 Monate (Mindestnachbeobachtung 12 und 122 Monate,). Kein signifikanter Unterschied in Gewichtsverlust, Reduktion der Co- Morbidität und Verbesserung der Lebensqualität wurde zwischen AGB und VBG festgestellt. Die Krankenhausletalität betrug insgesamt 0,3% (2 Patienten bei VBG, 1 Patient bei AGB). Die Reoperationsrate beträgt 15,67 % für VBG und 7,0% bei den AGB- Patienten (p<0,01).

Schlussfolgerung

Bei vergleichbarer perioperativer Komplikationsrate ist das AGB die geringere invasive aber auch reversible Operationsmethode ohne die Anatomie des Magens wesentlich zu beeinflussen. Aufgrund der signifikant geringeren Reoperationsrate beim AGB werden keine VBG mehr an unserer Abteilung durchgefuehrt.