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121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

27. bis 30.04.2004, Berlin

Die laparoskopisch assistierte endoskopische Polypektomie bei komplizierten Kolonpolypen: eigene Erfahrungen und Ergebnisse bei 26 Patienten

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  • presenting/speaker Christoph Bönner - Koloproktologische Klinik der Kliniken St. Antonius, Wuppertal
  • P. Prohm - Koloproktologische Klinik der Kliniken St. Antonius, Wuppertal

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 27.-30.04.2004. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2004. Doc04dgch1094

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dgch2004/04dgch075.shtml

Veröffentlicht: 7. Oktober 2004

© 2004 Bönner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Seit der Einführung der flexiblen Endoskopie des Kolons ist auch die endoskopische Polypektomie eine Routine in der alltäglichen Praxis geworden. Als Ergebnis konnte die Zahl der chirurgisch durch Kolotomie oder Kolonteilresektionen entfernten Neubildungen reduziert werden. Bei ungünstiger Lokalisation von Kolonpolypen, etwa im Bereich der Flexuren oder des rekto-sigmoidalen Übergangs, als auch im Bereich des rechtsseitigen Kolons oder bei grossen Polypen ist die endoskopische Polypektomie, wenn durchführbar, mit einem höheren Perforationsrisiko behaftet. Ziel der laparoskopischen Assistenz bei diesem Vorgehen ist zum einen die Mobilisation des Kolons zur Verbesserung der endoskopischen Resektabilität der bestehenden polypösen Neubildungen und die gleichzeitige Inspektion der Darmwand zur Vermeidung frühpostoperativer Komplikationen.

Material und Methoden

In der Zeit vom 01.01.1999 bis zum 30.09.2003 erfolgte bei n=26 Patienten mit komplizierten Kolonpolypen die laparoskopisch assistierte endoskopische Polypektomie durch simultane intraoperative Koloskopie. Alle Patienten wurden präoperativ in bekannter Weise koloskopiert, eine Polypektomie in klassischer Technik war nicht möglich, eine Segmentresektion oder Kolotomie hätte erfolgen müssen. Durch die laparoskopische Assistenz und Mobilisierung des Kolons konnten insgesamt n= 36 Polypen via Koloskop entfernt werden.

Ergebnisse

Intraoperativ erfolgte unmittelbar nach Polypektomie die Inspektion des Kolons, hierbei konnten keine Komplikationen festgestellt werden. Auch postoperative Komplikationen, die eine Laparotomie in der Folge benötigt hätten, ergaben sich in diesem Zeitraum nicht. Die histologische Aufarbeitung ergab in zwei Fällen ein Adenom mit schweren Dysplasien, einmal ein T1-Adeno-Karzinom. Bei allen übrigen Polypen ergab die histopathologische Aufarbeitung keinen Anhalt für Malignität.

Schlussfolgerung

Die laparoskopisch assistierte endoskopische Polypektomie stellt ein alternatives, komplikationsarmes Verfahren zur Therapie von Kolonpolypen in anatomisch ungünstiger Lage dar. Auch grosse Polypen können gefahrlos entfernt werden. Der gesamte Prozess der Polypektomie wird laparoskopisch kontrolliert und kann bei intraoperativen Komplikationen, falls erforderlich, therapeutisch erweitert werden. Kolonresektionen oder Kolotomien mit ihren systemspezifischen Komplikationen werden somit vermieden.