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29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2011)

12.01. - 15.01.2011, Grindelwald, Schweiz

Individuelle Wunddokumentation anhand des Patientendaten-Managmentsystems m.life auf Brandverletztenstation

Meeting Abstract

  • M. Ünsaldi - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirugie, Brandverletztenzentrum-Station 71, Hannover
  • T. Mieth - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirugie, Brandverletztenzentrum-Station 71, Hannover
  • E. Schechert - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirugie, Brandverletztenzentrum-Station 71, Hannover
  • P. M. Vogt - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirugie, Brandverletztenzentrum-Station 71, Hannover
  • H.-O. Rennekampff - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirugie, Brandverletztenzentrum-Station 71, Hannover

DAV 2011. 29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Grindelwald, Schweiz, 12.-15.01.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dav67

DOI: 10.3205/11dav67, URN: urn:nbn:de:0183-11dav670

Veröffentlicht: 21. Juni 2011

© 2011 Ünsaldi et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Neue elektronische Systeme versprechen beim Management von Patienten-Daten für Pflegekräfte und Ärzte erhebliche Vorteile gegenüber der traditionellen handschriftlichen Dokumentation.

Methoden: Darstellung des neuen Patientendaten-Managmentsystem (PDMS) m.life. Anhand von Screenshots und Beispielen werden die Möglichkeiten zur Wund- und Therapiedokumentation vorgestellt. Zudem werden Aussagen zur Zufriedenheit von Pflegepersonal und Ärzten der Abteilung ausgewertet und Vor- und Nachteile dieses neuen Instruments diskutiert.

Resultate: Das PDMS m.life wird nach seiner Einführung 2004 derzeit an 93 Betten der MHH eingesetzt und hat seit dem 1. April 2009 auch im Brandverletztenzentrum die manuelle Dokumentation abgelöst. Die Schulung der Pflegekräfte und Ärzte zunächst in Gruppen in 2-stündliche Seminaren, dann in Einzelschulungen erwies sich als sehr effektiv. Die elektronische Dokumentation der Verbrennungswunde anhand von Laufbalken ermöglicht die genaue Darstellung der aktuellen Wundsituation, des Heilverlaufs und des Abschluss der Wunddokumentation, zusätzliche Information können im System hinterlegt werden. Diese neue Dokumentationsform bietet mehrere Vorteile: 1. Sie unterstützt das Management in KH-Organisation und Entscheidungsprozessen und 2. optimiert Arbeitsabläufe für Mediziner und Pflege (z. B. bei Verordnungen von Maßnahmen und Medikamenten). 3. Therapieverordnung / Pflegeplanung können standardisiert als Behandlungsmodule hinterlegt / individuell für Patienten angewendet werden. 4. Die Daten sind für die medizinische Dokumentationsassistentin, das Controlling, für die Rechnungstellung der Krankenkassen und zur hausinternen Analyse sowie zur Datengewinnung für Forschungsprojekte verfügbar und auswertbar.

Schlussfolgerung: Aus unserer Sicht nach etwa 1½ Jahren bietet die Dokumentation mit dem neuen elektronischen Patientendaten-Managmentsystem viele Vorteile gegenüber der früheren handschriftlichen Dokumentation, die ihre Nachteile, wie z. B. Kosten und Aufwand zur Schulung, deutlich überwiegen.