gms | German Medical Science

29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2011)

12.01. - 15.01.2011, Grindelwald, Schweiz

Drittgradige Druckulzera nach Spalthautentnahme am Kopf

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • E. Lau - Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover
  • H. Voßschulte - Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover
  • M. Sinnig - Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover

DAV 2011. 29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Grindelwald, Schweiz, 12.-15.01.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dav36

DOI: 10.3205/11dav36, URN: urn:nbn:de:0183-11dav361

Veröffentlicht: 21. Juni 2011

© 2011 Lau et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Hintergrund: Ein 4,5 Jahre alter Junge zog sich durch ein brennendes Hemd beim Kerzen ausblasen zweit- bis drittgradige Verbrennungen am Thorax und der oberen Extremität zu, die eine Hauttransplantation mit Entnahme vom Kopf, Rücken und Oberschenkel notwendig machten. Dieser bei uns gebräuchliche operative Eingriff hatte an der Entnahmestelle am Kopf mehrere drittgradige Druckulzera zur Folge.

Methoden: Nach Spalthautentnahme versorgten wir die Entnahmestellen mit einem Schaumverband. In unserem hier vorgestellten Fall war die Saugfähigkeit nicht ausreichend und es wurde im weiteren Verlauf ein Sekundärverband über den Schaumverband aus Mullkompressen gelegt und angewickelt.

Resultate: Dieser Sekundärverband führte unbemerkt zu Druckulzera frontal und okzipital, die bis auf die Kalotte mit Periostnekrosen reichten und mit einem Dermisersatz und Spalthaut gedeckt werden mussten.

Schlussfolgerung: Wir möchten anhand dieses Falles zeigen, dass die Entnahmestellen am Kopf sehr druckempfindlich sind und Druckverbände weitreichende Folgen haben können.