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29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2011)

12.01. - 15.01.2011, Grindelwald, Schweiz

Es gibt nichts Gutes außer man tut es

Meeting Abstract

  • F. J. Jung - Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich
  • C. J. Zweifel - Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich
  • M. Guggenheim - Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich
  • P. Giovanoli - Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich
  • W. Künzi - Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Universitätsspital Zürich, Zürich

DAV 2011. 29. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Grindelwald, Schweiz, 12.-15.01.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dav23

DOI: 10.3205/11dav23, URN: urn:nbn:de:0183-11dav235

Veröffentlicht: 21. Juni 2011

© 2011 Jung et al.
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Gliederung

Text

Wir berichten über einen 36 jährigen Mann, der sich durch einen autoerotischen Unfall teifstgradige Verbennungen (3. und 4. gradig) im Gesicht, am Hals und am Thorax (insgesamt 20% KOF) zuzog. Nach Eintrittsdébridement am Unfalltag erfolgte 3d später die epifasziale Nekrektomie des Thorax sowie die tangentiale Nekrektomie des Halses und des Gesichtes. Aufgrund der massiven Zerstörung der mimischen Muskulatur und der Interkostalmuskulatur haben wir eine VAC-Therapie eingeleitet. Nach mehreren Nachexzisionen konnten die betroffen Areale erst am 17., respektive 28. posttraumatischen Tag gedeckt werden. Im weiteren Verlauf mussten zahlreiche Nachkorrekturen als auch mehrere aufwendige Rekonstruktionsmassnahmen durchgeführt werden, bis der Patient nach 4 monatiger Hospitalisation entlassen werden konnte.

Diskussion: Die tiefen Verbrennungen am Hals und Gesicht zwangen uns dazu, das gängige Therapiekonzept zu verlassen und auf eine Granulationsmethode umzusteigen, sodass es erst zu einer sehr(!) späten Deckung der Wunden kam. Die Behandlung und das zu erwartende Outcome dieses Patienten führte nicht nur auf der eigenen Abteilung zu kontroversen Meinungen. Bereits auf der DAV 2006 wurde dieser Fall heftig diskutiert. Wir möchten die Vorgehensweise, unsere eigenen Probleme mit der Behandlung sowie die interdisziplinären Konfrontationen unter Berücksichtigung des klinischen Verlaufs und des Outcomes erneut zur Diskussion stellen.