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28. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2010)

13.01. bis 16.01.2010, Schladming, Österreich

„Thierschen“ oder die Biographie hinter einem Verb

Meeting Abstract

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  • corresponding author Clemens Schiestl - Universitätskinderspital Zürich, Zentrum für brandverletzte Kinder, Plastische und rekonstruktive Chirurgie, Zürich, Schweiz

DAV 2010. 28. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Schladming, Österreich, 13.-16.01.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10dav01

DOI: 10.3205/10dav01, URN: urn:nbn:de:0183-10dav010

Veröffentlicht: 30. Juni 2010

© 2010 Schiestl.
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Gliederung

Text

In der Schweiz hat sich im Gegensatz zu Deutschland und Österreich die Bezeichnung „Thierschung“ für Spalthauttransplantation, sowie „der Thiersch“ für das Spalthauttransplantat selbst und das Verb „thierschen“ für das Auflegen des Spalthauttransplantates bis heute in der medizinischen Nomenklatur erhalten. Dass diese Nomenklatur auf den Erstbeschreiber der Spalthauttransplantation Carl Thiersch zurückgeht, wissen heute nicht mehr viele Schweizer Kollegen. Eine Umfrage unter jungen plastisch-chirurgisch tätigen Schweizer Kollegen ergab, dass nur 10% der Befragten den Zusammenhang kennen, obschon sie täglich diese medizinischen Begriffe verwenden.

Dies hat den Verfasser des Vortrages dazu veranlasst sich auf die Spuren von Carl Thiersch zu begeben. In einem kurzen Abriss wird dessen Leben und Werk vorgestellt, das für heute tätige „moderne“ Chirurgen einige interessante Fragen aufwirft.