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27. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2009)

14.01. bis 17.01.2009, Leogang, Österreich

4-Jahreserfahrung mit Matriderm®: dorsale Handverbrennungen, gelenknahe epifasziale Nekrektomien und bei sekundären Defekten

Meeting Abstract

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  • H. Ryssel - BG Unfallklinik Ludwigshafen Plastische Chirurgie
  • G. Germann - BG Unfallklinik Ludwigshafen Plastische Chirurgie
  • S. Hellmich - BG Unfallklinik Ludwigshafen Plastische Chirurgie

DAV 2009. 27. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Leogang, Österreich, 14.-17.01.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dav43

DOI: 10.3205/09dav43, URN: urn:nbn:de:0183-09dav436

Veröffentlicht: 19. März 2009

© 2009 Ryssel et al.
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Gliederung

Text

Trotz einer Vielzahl von Innovationen bei der Behandlung von Verbrennungen stellen die tiefgradigen gelenknahen, die dorsalen Handverbrennungen und auch sekundäre Defekte nach Verbrennung ein Problem bzgl. der Entwicklung von Kontrakturen und fehlender Funktionalität dar. Eine wesentliche Ursache für deren Genese ist die mangelhafte Regeneration der Dermis.

Matriderm® ist eine dreidimensionale Matrix aus nativ strukturierten Kollagenen mit Elastin zur Unterstützung der dermalen Regeneration. Das Kollagen wird aus boviner Dermis gewonnen und enthält die Kollagene I, III und V. Es dient als Matrix der Dermisneogenese und moduliert die Ausprägung von Narbengewebe.

Es handelt sich um einen extrazelluläres Gewebeersatz, dabei dient das native Kollagen als Leitmatrix für das Einwachsen von Zellen und Gefäßen. Im weiteren Verlauf der Heilung produzieren Fibroblasten dann eigenständig Kollagen während die Matrix abgebaut wird. Nach aktueller Datenlage induziert das Kollagen die Migration von proliferierenden Zellen sowie die Neubildung von Blutgefäßen. In einer humanen Studie wurde eine vollständige Resorption nach 6 Wochen beobachtet. Der Zusatz von Elastin soll die Stabilität der Haut zusätzlich verstärken.

Wir berichten über unsere Erfahrungen der letzten 4 Jahre für verschiedene Indikationen anhand von Fallbeispielen (gelenknahe Verbrennungen, sekundäre Defekte) und stellen die signifikante Verbesseung der Hautqualität anhand des Vancouver Burn Skin Scores für Verbrennungen des Handrückens dar (n=18, p=0,035). Mit dieser dermalen Matrix steht eine exzellente Möglichkeit zur Dermisregeneration für verschiedene Indikationen zur Verfügung, speziell für das Management dorsaler Handverbrennungen hat sich daher unsere Therapiestrategie in Richtung Dermisersaatz verändert. Durch Matriderm ® lässt sich eine signifikante Verbesserung der Hautqualität erzielen.