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27. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2009)

14.01. bis 17.01.2009, Leogang, Österreich

Amnion in der Therapie kindlicher Verbrennungen

Meeting Abstract

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  • F. Weyer - Landesklinikum St.Pölten, Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, St. Pölten

DAV 2009. 27. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Leogang, Österreich, 14.-17.01.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dav19

DOI: 10.3205/09dav19, URN: urn:nbn:de:0183-09dav193

Veröffentlicht: 19. März 2009

© 2009 Weyer.
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Gliederung

Text

Einleitung: An unserer plastisch-chirurgischen Abteilung werden oberflächlich zweitgradige Verbrennungen bei Kindern routinemäßig debridiert und mit Amnion gedeckt.

Material und Methode: Durch das frühzeitige Debridement und die Deckung mit diesem Hautersatz wird ein optimales Milieu zur Wundheilung geschaffen und das Infektionsrisiko gesenkt. Der primär angelegte Verband kann für eine Woche belassen werden, sodass häufige Narkosen zur Durchführung von Verbandswechseln entfallen. Bei der Wundkontrolle am 7. postoperativen Tag liegt meist bereits eine abgeschlossene Reepithelisierung vor. Zur Überprüfung unserer Ergebnisse wurde eine Nachuntersuchung an 54 Kindern durchgeführt.

Ergebnisse: Da ein Wechsel der Verbände nicht notwendig ist, kommt es durch dieses therapeutische Procedere zu einer deutlichen Verringerung der Narkosehäufigkeit und der Schmerzen. In 58% der Fälle heilte die Verbrennung völlig narbenlos ab, in 31% zeigte sich als einziges Residuum eine leichte Hypopigmentierung.

Im Vergleich mit anderen Hautersatzmaterialien zeigt sich das Amnion in der Handhabung sehr flexibel und gut anformbar. Auch ein Wechsel der Sekundärverbände ist nicht notwendig.

Diskussion: Amnion stellt unserer Meinung nach eine gute Alternative zu anderen Hautersatzmaterialien in der Therapie von zweitgradigen Verbrennungen dar.