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27. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2009)

14.01. bis 17.01.2009, Leogang, Österreich

Die Komplexität der Kohlenstoffmonoxid-Intoxikation

Meeting Abstract

  • G. Grieb - Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
  • A. Gröger - Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
  • A. Bozkurt - Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
  • I. Stoffels - Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
  • A. Piatkowski - Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
  • N. Pallua - Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen

DAV 2009. 27. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Leogang, Österreich, 14.-17.01.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09dav08

DOI: 10.3205/09dav08, URN: urn:nbn:de:0183-09dav088

Veröffentlicht: 19. März 2009

© 2009 Grieb et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein geruchund farbloses Gas, dass eine etwa 240-mal größere Affinität zu Hämoglobin als Sauerstoff hat und in der Lage ist Carboxyhämoglobin (COHb) zu bilden. Durch eine Intoxikation mit CO können Organe wie Lunge, Herz und Gehirn betroffen sein und in schweren Fällen kann dies zum Koma oder sogar Tod führen. Häufig wird in der Literatur der COHb-Wert als valider Parameter zur Einschätzung einer CO-Intoxikation beschrieben.

Diese Kasuistik unterstreicht, dass die Intoxikation mit CO sehr komplex, variabel und durch extrem unterschiedliche Intensitäten, unabhängig vom COHb-Wert, charakterisiert sein kann.

Kasuistik: Zwei Erwachsene waren, etwa für den gleichen Zeitraum und die gleiche Intensität, CO ausgesetzt, welches aus einem fehlerhaften Heizboiler entwich.

Eine der Betroffenen, eine 28 Jahre alte Frau, entwickelte unter der Intoxikation massive Symptome wie Bewusstlosigkeit und pulmonale Komplikationen bis zu einem massiven toxischen Lungenödem. Der andere Betroffene, ein 22 Jahre alter Mann, erholte sich schnell und war noch am Unfallort wieder wach, ansprechbar und voll orientiert. Nach dem Transport der Patienten in die aufnehmende Klinik zeigten beiden Betroffenen einen ähnlichen hohen COHb-Wert und wurden mit hyperbarer Oxygenierung therapiert.

Der Mann wurde am Folgetag ohne Probleme entlassen, wohingegen die Frau 4 Tage auf der Intensivstation verbleiben musste.

Schlussfolgerung: Eine zufriedenstellende Antwort für den extrem unterschiedlichen Verlauf der beiden Betroffenen konnte in der Literatur nicht gefunden werden. Diese Kasuistik zeigt, dass trotz gleicher COHb- Werte individuelle Symptome extrem variieren können.

Daher ist neben einer ausführlichen Anamnese, körperlichen Untersuchung und Diagnostik, eine kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter in einer spezialisierten Klinik unumgänglich.