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26. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2008)

06.01. bis 09.01.2008, Engelberg

Diskothekenbrände als Ursachen für Großschadensereignisse mit Brandverletzten

Meeting Abstract

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  • H. Haller - Unfallkrankenhaus Linz der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, Linz

DAV 2008. 26. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Engelberg, 06.-09.01.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08dav58

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dav2008/08dav58.shtml

Veröffentlicht: 30. Juni 2008

© 2008 Haller.
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Gliederung

Text

Bei der Evaluierung von Bedrohungsszenarien in Hinblick auf Großschadensereignisse mit Brandverletzten in Friedenszeiten fallen immer wieder Diskothekenbrände auf, die ihrer Bewältigung eine extreme Herausforderung für das gesamte Gesundheitssystem eines Landes darstellen können. Diskotheken existieren in jedem Lande der Welt und es können oft mehr als tausend Besucher gleichzeitig vor Ort sein. Immer wieder kommt es zu „Beinahekatastrophen“.

Diskothekenbrände weisen hohe Todesraten und eine wechselnd hohe Anzahl an Brandverletzten auf, die im Wesentlichen mit Inhalationstraumen und CO Intoxikationen verbunden sind. Diese Kombination erfordert oft die Behandlung in Intensivstationen mit und ohne entsprechende Beatmungstechniken und chirurgischer Behandlung. Um zeitgemäße Ergebnisse zu sichern, sollte die Versorgung von Schwerbrandverletzten auch im Großschadensfall in Brandverletztenzentren durchgeführt werden.

Anhand der tragischen Ereignisse in Göteburg, Volendam, Rhode Island und Mexico City, die jeweils mehrere hundert Verletzte nach sich zogen, soll die Problematik in den verschiedenen Versorgungsphasen sowie die dabei eingeschlagenen Wege dargestellt werden.

Die Bewältigung solcher Großschadensereignisse bedarf der Vorbereitung in verschiedensten Bereichen ebenso wie der internationalen Zusammenarbeit.