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25. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2007)

10.01. bis 13.01.2007, St. Anton am Arlberg

Heterotope Ossifikationen nach ausgedehnten Brandverletzungen

Meeting Abstract

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  • corresponding author F. Siemers - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion Plastische Chirurgie, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • W. Eisenbeiß - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion Plastische Chirurgie, Klinik für Chirurgie, Lübeck
  • P. Mailänder - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Sektion Plastische Chirurgie, Klinik für Chirurgie, Lübeck

DAV 2007. 25. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. St. Anton am Arlberg, 10.-13.01.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc07dav71

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dav2007/07dav71.shtml

Veröffentlicht: 25. Juni 2008

© 2008 Siemers et al.
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Gliederung

Text

Schwere Schädel-Hirn-Traumata oder isolierte Gelenkverletzungen können mit heterotopen Ossifikationen einhergehen. Nach Brandverletzungen stellen heterotope Ossifikationen eine seltene Komplikation dar. Die Pathogenenese dieser Komplikation bei Schwerbrandverletzungen ist unklar.

Wir stellen die Verläufe von 2 Patienten vor, bei denen es nach Brandverletzungen, betreffend mehr als 60% der Körperoberfläche, zum Auftreten von heterotopen Ossifikationen gekommen war. Erschwert wurde bei beiden Patienten der Gesamtverlauf durch Inhalationstraumata

Bei einem 50-jährigen Brandverletzten fanden sich frühzeitig deutliche Einschränkungen bezüglich der Beweglichkeit in beiden Ellenbogengelenken. Röntgenaufnahmen der betroffenen Gelenke ergaben den Nachweis von extraartikulären Ossifikationen. Trotz Intensivierung der physiotherapeutischen Maßnahmen wurde in den folgenden Wochen eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit der betroffenen Gelenke festgestellt. 4 Monate nach dem Unfallereignis wurden die Ossifikationen operativ entfernt.

Bei einer zum Unfallzeitpunkt 35-jährigen weiblichen Patientin kam es im Verlauf der Intensivbehandlung zu Einschränkungen der Beweglichkeit im Bereich der Schulter- und Hüftgelenke bei nachgewiesenen heterotopen Ossifikationen. Trotz intensiver krankengymnastischer Übungsbehandlungen war in den Folgewochen eine Abnahme der Beweglichkeit der betroffenen Gelenke festzustellen. Die Patientin lehnte allerdings die Durchführung weitergehender therapeutischer Maßnahmen ab.

Ätiologie, Diagnose und Behandlung der heterotopen Ossifikationen als seltene Komplikationen bei Patienten mit schweren Brandverletzungen werden diskutiert.