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25. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV 2007)

10.01. bis 13.01.2007, St. Anton am Arlberg

Verbrennungen in krimineller Absicht: 17 Jahre Review

Meeting Abstract

  • corresponding author Panagiotis Theodorou - Department of Plastic and Reconstructive Surgery, „Merheim Hospital“, Cologne, Germany
  • Claudius Kässmann - Department of Plastic and Reconstructive Surgery, „Merheim Hospital“, Cologne, Germany
  • Friedrich Knam - Department of Plastic and Reconstructive Surgery, „Merheim Hospital“, Cologne, Germany
  • Markus Benicke - Department of Plastic and Reconstructive Surgery, „Merheim Hospital“, Cologne, Germany
  • Walter Perbix - Department of Plastic and Reconstructive Surgery, „Merheim Hospital“, Cologne, Germany
  • Mark Gerbershagen - Department of Anaesthesiology, „Merheim Hospital“, Cologne, Germany
  • Katrin Vossoughi - Plastic and recontsructive surgery, St. Josef Hospital, Oberhausen, Germany
  • Gerald Spilker - Department of Plastic and Reconstructive Surgery, „Merheim Hospital“, Cologne, Germany
  • Burn Intensive Care Unit

DAV 2007. 25. Jahrestagung der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. St. Anton am Arlberg, 10.-13.01.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc07dav09

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/dav2007/07dav09.shtml

Veröffentlicht: 25. Juni 2008

© 2008 Theodorou et al.
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Gliederung

Text

Verbrennungen in krimineller Absicht haben einen besonderen Stellenwert in der Intensivmedizin. Trotz der geringen Inzidenz dieses Verletzungsmusters in den westlichen Ländern - verglichen mit Afrika und Asien - beanspruchen solche Patienten eine größere Aufmerksamkeit sowohl aus wirtschaftlichem als auch aus medizinischem Aspekt. Neben den höheren Kosten durch die längere Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation weist diese epidemiologische Gruppe eine signifikant höhere Komplikationsrate auf und eine höhere Latalität. Wir haben unsere Patienten im Zeitraum 1989 bis 2005 retrospektiv auf solche Verbrennungen untersucht und mit unserem restlichen Patientenkollektiv verglichen. Von den 1385 hospitalisierten Verbrennungspatienten wurden 40 Fälle in krimineller Absicht registriert. Die durchschnittlich verbrannte KOF bei diesen Patienten betrug 29% vs 23,5% in der Gesamtgruppe, wobei die III° verbrannte KOF mit 10,4% vs 6,5% ausgedehnter war. Die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation war mit 25 Tage vs 19,7 Tage länger als in der Vergleichsgruppe und die Komplikationsrate während des stationären Aufenthaltes war mit 47,5% vs 26,8% deutlich erhöht. Die Geschlechterverteilung in der Gruppe der attackierten Patienten (70% Männer und 30%Frauen) wich unwesentlich vom Gesamtkollektiv ab (71,7% Männer und 28,3% Frauen). Die Letalität in der untersuchten Gruppe war deutlich höher verglichen mit der Letalität der Gesamtzahl unserer Patienten (25% vs 19,3%). Zusammenfassend kann man feststellen, dass in krimineller Absicht verbrannte Patienten eine schlechtere Prognose aufweisen als die nicht in kriminellem Zusammenhang verunglückten Patienten.