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15. Workshop der gmds-Arbeitsgruppe "Computerunterstützte Lehr- und Lernsysteme in der Medizin (CBT)" und des GMA-Ausschusses "Neue Medien"

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum für medizinische Hochschullehre und evidenzbasierte Ausbildungsforschung, Kompetenzbereich eLearning

06.04. - 08.04.2011, Berlin

Vetipedia, ein Wiki-System für die tiermedizinische Ausbildung und Aspekte der Motivation

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. Gesellschaft für Medizinische Ausbildung. 15. Workshop der AG Computerunterstützte Lehr- und Lernsysteme in der Medizin (AG CBT) und des GMA-Ausschusses "Neue Medien in der Medizinischen Ausbildung". Witten, 07.-08.04.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11cbt24

DOI: 10.3205/11cbt24, URN: urn:nbn:de:0183-11cbt240

Veröffentlicht: 4. April 2011

© 2011 Kolski et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Vetipedia (http://www.vetipedia.org/) ist ein an die Belange der Veterinärmedizin angepasstes Wiki-System und soll in der Initialphase vor allem von Mitgliedern der deutschsprachigen Universitäten genutzt werden. Es umfasst die klassiche enzyklopädische Funktionalität in Kopplung mit geplanten Erweiterungen wie interaktiven E-Learning-Einheiten und elektronischen Textbüchern. Die Ansicht der Artikel ist für jedermann offen, was Akzeptanz, Partizipation, praktische Weiternutzung durch Tierärzte und die Erschließung weiterer Interessenkreise (z.B. Humanmedizin, Agrarwissenschaften) fördern soll.

Methoden: Das System kam bisher in der universitären Lehre vor allem im Rahmen von Wahlpflichtkursen erfolgreich zum Einsatz und wurde von den Studierenden für die Sammlung von Informationen zu spezifischen Themengebieten genutzt. Weiterhin sind bereits zahlreiche Wikis durch studentische Ausarbeitungen infolge einer intrinisch orientierten Motivation entstanden. Jedoch hält sich der Umfang partizipierender Wahlpflichtkurse (bislang 8 in einem Zeitraum von 2 Jahren) als auch die private Kollaboration noch sehr in Grenzen.

Ergebnisse: Die Motivation ist der Dreh- und Angelpunkt für die Wechselbeziehung zwischen dem Wiki-System und seinen Nutzern. Obgleich das System und seine Inhalte als nützlich und qualitativ hochwertig betrachtet werden, wie erste Umfragen unter den Studierenden zeigten, fehlt es an einer umfassenden Motivation zur aktiven und permanenten Mitarbeit. Auch haben Dozierende Probleme, sie dadaktisch adäquat in die universitäre Lehre einzubinden.

Schlussfolgerung: Hieraus zu ziehende Konsequenzen sind die klare Formulierung möglicher didaktischer Konzepte, die Einbindung von mehr offiziellen Kooperationspartnern, eine noch bessere Bekanntmachung des Systems unter den Studenten und die zunächst einseitig gesteuerte und geförderte Schaffung einer kritischen Masse von Artikeln, auf denen produktiv aufgebaut werden kann.