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GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung

Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

ISSN 1860-3572

M. Spallek: Medizin kompakt; Die Quintessenz des medizinischen Wissens

Buchbesprechung Humanmedizin

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  • corresponding author Matthias Angstwurm - Klinikum der LMU München, Medizinische Klinik Innenstadt, München, Deutschland

GMS Z Med Ausbild 2012;29(3):Doc39

doi: 10.3205/zma000809, urn:nbn:de:0183-zma0008092

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/journals/zma/2012-29/zma000809.shtml

Eingereicht: 14. Dezember 2011
Überarbeitet: 11. Januar 2012
Angenommen: 12. Januar 2012
Veröffentlicht: 15. Mai 2012

© 2012 Angstwurm.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Bibliographische Angaben

M. Spallek

Medizin kompakt: Die Quintessenz des medizinischen Wissens

Deutscher Ärzte-Verlag, Köln

Erscheinungsjahr: 2011, 175 Seiten, € 29,95

ISBN: 978-3-7691-1288-7


Rezension

„Die Quintessenz des medizinischen Wissens“ wurde in einem kleinen an der Praxis orientierten Taschenbuch zusammengefasst. Das Wissen befasst sich mit Diagnosen, Differentialdiagnosen, Medikamenten bis zur Therapie von wichtigen Erkrankungen, die ein breites Spektrum für einen allgemeinen Hausarzt abdecken: Die behandelten Themen reichen von internistischen Erkrankungen über Geburtshilfe, Gynäkologie, HNO bis zu Neurologie, Psychiatrie oder Urologie.

Der didaktische Aufbau des Kompendiums ermöglicht es, klinisch orientierten Studenten oder jungen Assistenten zu Beginn der Ausbildung für Situationen in der Praxis oder Notaufnahme eine Struktur für Anamnese und Diagnostik zu entwickeln:

Das Büchlein beginnt mit einem Kapitel zu 35 häufigen Leitsymptomen eines Patienten wie „Bauchschmerzen“, in dem klinische Angaben eines Patienten in die Fachsprache der Differentialdiagnosen umgewandelt werden. Gegliedert sind die Diagnosen teilweise anhand ihrer Fachgebiete, sodass eine Systematik für den Lernenden erkennbar wird.

Nach den Leitsymptomen schließen sich die einzelnen Differentialdiagnosen teilweise geordnet nach den Fachdisziplinen an. Zu Beginn von einigen Fachdisziplinen sind häufige Schwierigkeiten bei der Interpretation von Untersuchungsbefunden tabellarisch zusammengefasst, sodass einzelne Diagnosen nach Anamnese und körperlicher Untersuchung wahrscheinlicher werden. Diese an sich sinnvolle Gliederung wird jedoch nicht in jedem Kapitel durchgehalten. Es würde generell jungen Kollegen erleichtern, anhand des klinischen Herangehensweise relevante Differentialdiagnosen zu stellen. Besonders hervor zu heben ist die kompakte Darstellung der Erkrankungen, aus der relevante Notfälle farblich hervor gehoben sind. So werden auch Diagnosen erfasst, die nicht übersehen werden sollten. Zu den einzelnen Diagnosen sind anschließend Stichpunkte zu Ätiologie, Diagnostik, und Therapie aufgeführt. Abgerundet wird das Kompendium durch eine Medikamentenliste, die neben der Indikation auch die Dosierung und relevante Nebenwirkungen oder Kontraindikationen aufführt.

Das Kompendium Medizin kompakt stellt damit kein Lehrbuch dar und kann keine weiterführende Literatur sein, sondern ermöglicht es, in der Praxis und vielleicht auch bei der Vorbereitung zu mündlichen Prüfungen, strukturiert an ein akutes Problem des Patienten heranzugehen. Im Stil von Lernkarten werden wesentliche Punkte zu den einzelnen Diagnosen genannt. Jedoch können Therapie und Diagnoseschritte nur gestreift werden, dies erfolgt teilweise auch nur sehr oberflächlich und ungenau. Die Größe und Form von Medizin Kompakt sind dazu geeignet, es als erstes Kitteltaschenbuch für Famulanten oder PJ Studenten zu empfehlen.


Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass er keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.