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GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung

Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

ISSN 1860-3572

Forderung nach massivem Ausbau der Ganztagskinderbetreuung

Abstract Humanmedizin

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GMS Z Med Ausbild 2012;29(2):Doc29

doi: 10.3205/zma000799, urn:nbn:de:0183-zma0007996

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/journals/zma/2012-29/zma000799.shtml

Eingereicht: 16. März 2011
Überarbeitet: 4. Mai 2011
Angenommen: 24. Mai 2011
Veröffentlicht: 23. April 2012

© 2012 Bitter-Suermann.
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Abstract

Von allen Maßnahmen der Familienfreundlichkeit für Studierende und Ärzte/Ärztinnen in der Weiterbildung an Medizinischen Hochschuleinrichtungen ist die Garantie eines Vollzeitstudiums und einer Vollzeitweiterbildung das Optimum, weil dadurch keine unnötige Verlängerung dieser jetzt schon 12-jährigen Aus- und Weiterbildungsphase eintritt. Der wirksamste Schritt für die Verhinderung eines Karriereknicks ist der massive Ausbau der Ganztagskinderbetreuung (7 Uhr bis 19 Uhr) für Krippenkinder (ab 8 Wochen/besser ab 6 Monaten), der Kindergartenplätze (3-6 Jahre) und der Hortplätze (ab 6 Jahre im Grundschulalter). Diese Kinderbetreuung muss flankiert werden durch Ferien- und Notfallbetreuung.

Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, dafür einen Universitätskindergarten vorzuweisen, der den Bedürfnissen der Medizin in keiner Weise genügt. Die medizinischen Fakultäten/ Uniklinika inklusive der Medizinstudierenden haben einen Eigenbedarf, der weit über dem liegt, wie er zurzeit abgedeckt wird. Die Finanzierung der Bauvorhaben muss mit Einfallsreichtum angegangen werden (u. a. auch unter Verwendung der Programmpauschale für Forschungsinfrastruktur): Nachwuchsförderung in Studium, Promotion, Weiterbildung gehört dazu. Alle anderen Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit sind gut, aber eindeutig nachrangig.


Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass er keinen Interessenskonflikt im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.