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Zeitschriften-Policy

Hier finden Sie die spezifischen Richlinien für die Einreichung und Veröffentlichung in den GMS-Zeitschriften, die die allgemeinen Leitlinien des GMS-Portals ergänzen. 

Peer Review

Alle Forschungs- und Übersichtsarbeiten sowie die meisten anderen Artikeltypen, die in GMS-Zeitschriften veröffentlicht werden, durchlaufen eine sorgfältige Begutachtung. Dies beinhaltet in der Regel die Bewertung durch zwei unabhängige Gutachter. Die Gutachter werden dabei anonym behandelt.

Alle Einreichungen bei GMS-Zeitschriften werden von einem Herausgeber dahingehend geprüft, ob sie für das Peer Review geeignet sind. Geeignete Einreichungen werden zur Begutachtung an Experten in dem Themengebiet gesendet. Die Herausgeber treffen auf der Grundlage der Einschätzung der Gutachter eine Entscheidung über das Manuskript und teilen diese sowie die Anmerkungen der Reviewer den Autoren mit.

Die Herausgeber aller GMS-Zeitschriften behandeln die eingereichten Manuskripte vertraulich. Die Gutachter und Gutachterinnen sind ebenfalls verpflichtet, die Manuskripte vertraulich zu behandeln. Manuskripte können mit anderen Herausgebern bei GMS geteilt werden, es sei denn, die Autoren geben bei der Einreichung an, dass sie nicht möchten, dass ihr Manuskript an eine andere Zeitschrift weitergegeben wird.

Organisation und Durchführung des Peer Review-Verfahrens liegen in der Verantwortung der Editorial Boards der einzelnen Zeitschriften und der die Zeitschriften herausgebenden Fachgesellschaften. Die einzelnen Zeitschriften unterscheiden sich in ihren Peer-Review-Verfahren, das Begutachtungsverfahren der einzelnen Zeitschrift wird auf den Seiten der jeweiligen Zeitschrift erläutert. German Medical Science stellt den Zeitschriftenherausgebern für die Manuskriptverwaltung und die Reviewsteuerung das Manuscript Operating System (MOPS) zur Verfügung, mit dem ein single-blind Review möglich ist. Die Zeitschriftenherausgeber können die Begutachtung auch ohne das MOPS organisieren und ein anderes Reviewverfahren wählen.

Forschungsdaten

German Medical Science unterstützt die Open-Data-Bewegung und lädt seine Autorinnen und Autoren ein, Forschungs- und Primärdaten sowie anderes Begleitmaterial zu ihren Artikeln der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Forschungsfördernde Institutionen wie die DFG und der Europäische Forschungsrat (ERC) empfehlen die Begutachtung und Veröffentlichung zugrunde liegender Forschungsdaten im Sinne der „guten wissenschaftlichen Praxis“. Durch die Veröffentlichung der zugehörigen Forschungsdaten wird ein Beitrag zur Transparenz der Wissenschaft geleistet, Forschungsergebnisse sind besser nachvollziehbar und ggf. überprüfbar.

GMS kooperiert bei der Veröffentlichung der Forschungsdaten mit Dryad (www.datadryad.org). Dryad ist ein internationales Repositorium für Daten, die begutachteter wissenschaftlicher und medizinischer Literatur zugrunde liegen. Dryad wurde vom National Evolutionary Synthesis Center und dem University of North Carolina Metadata Research Center in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Journals und Gesellschaften entwickelt.

Bei Dryad hochgeladene Daten werden für das Peer Review durch die Gutachter der GMS-Zeitschrift bereitgestellt. Als weitere Qualitätskontrolle prüft Dryad die eingereichten Daten auf Datenintegrität und formale Kriterien. Die Daten müssen so beschaffen und beschrieben sein, dass ein anderer Forscher in der Lage ist, die in der Veröffentlichung beschriebenen Befunde zu bewerten. Damit Dryad dies prüfen kann, muss die Beschreibung der Daten englischsprachig sein. Persönliche Daten müssen anonymisiert und gemäß den geltenden rechtlichen und ethischen Richtlinien erstellt werden.

Nach der Annahme in einer GMS-Zeitschrift werden der Artikel und die zugehörigen Forschungsdaten parallel veröffentlicht und gegenseitig referenziert. Die bei Dryad publizierten Forschungsdaten erhalten wie der Artikel den persistenten Identifier DOI und sind somit eigenständig zitierfähig. Sie werden darüber hinaus langzeitarchiviert.
Daten werden bei Dryad unter einer Creative Commons Zero Lizenz veröffentlicht, um eine umfassende Nachnutzung zu ermöglichen. Die Daten können für Folgeprojekte verwendet werden, Querverknüpfungen zwischen Datensätzen sowie Data- und Textmining sind ebenfalls möglich.

Dryad ist gemeinnützig, erhebt aber zur Deckung der Kosten Publikationsgebühren. ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften als eine der an GMS beteiligten Institutionen übernimmt bis auf weiteres die Kosten für eine Datenpublikation bei Dryad, die in Zusammenhang mit GMS-Artikeln steht. Die Publikation von Forschungsdaten ist für Autorinnen und Autoren somit kostenfrei.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Video-Tutorial "Der Publikationsservice GMS und das Forschungsdatenrepositorium DRYAD".

Interessenkonflikte

GMS verlangt, dass Autoren und Autorinnen alle Interessenkonflikte in Bezug auf die eingereichte Arbeit offenlegen. Alle eingereichten Manuskripte müssen einen Abschnitt Interessenkonflikte enthalten, in dem alle Interessenkonflikte (finanzielle und nicht-finanzielle) aufgelistet sind oder erklärt wird, dass keine bestehen.

Interessenkonflikte können finanzieller oder nicht-finanzieller Art sein. Ein Interessenkonflikt besteht, wenn die Autoren bei der Auswertung der Daten oder der Darstellung der Informationen durch ihre persönlichen oder finanziellen Beziehungen zu anderen Personen oder Gesellschaften beeinflusst sein könnten.

Interessenkonflikte finanzieller Art umfassen (sind aber nicht beschränkt auf):

  • Empfang von Vergütungen, Honoraren, Fördergeldern oder Gehalt von einem Unternehmen, dem jetzt oder zukünftig in irgendeiner Weise Gewinne oder Verluste durch die Veröffentlichung des Artikels entstehen können
  • Besitz von Aktien oder Anteilen eines Unternehmens, dem jetzt oder zukünftig in irgendeiner Weise Gewinne oder Verluste durch die Veröffentlichung des Artikels entstehen können
  • Bestehende oder beantragte Patente, die eine Beziehung zum Inhalt des Manuskripts haben
  • Empfang von Vergütungen, Honoraren, Fördergeldern oder Gehalt von einem Unternehmen, das über Patente, die eine Beziehung zum Inhalt des Manuskripts haben, verfügt oder diese beantragt hat

Interessenkonflikte nicht-finanzieller Art umfassen (sind aber nicht beschränkt auf) politische, persönliche, religiöse, weltanschauliche, wissenschaftliche und intellektuelle Interessenkonflikte.

Autoren von Pharmafirmen oder anderen kommerziellen Unternehmen, die mit klinischer Forschung zu tun haben,sollten diese Verbindung als Interessenkonfliktbenennen.

Herausgeber und Gutachter sind ebenfalls verpflichtet, Interessenkonflikte anzuzeigen und werden aus dem Peer-Review-Prozess ausgeschlossen, wenn ein Interessenkonflikt besteht.

Menschen- und Tierrechte

Forschung am Menschen, mit menschlichem Material oder mit Daten von Menschen muss in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki durchgeführt und durch eine entsprechende Ethik-Kommission genehmigt worden sein. Eine Erklärung hierzu sollte in allen Manuskripten, die solche Forschung darstellen, enthalten sein. Wenn eine Studie von der Genehmigung durch eine Ethikkommission befreit wurde, sollte dies im Manuskript ebenfalls dargelegt werden. Einreichungen können abgelehnt werden, wenn der Herausgeber der Auffassung ist, dass die Forschung nicht in einem angemessenen ethischen Rahmen durchgeführt wurde.

Alle Manuskripte zu tierexperimentellen Arbeiten müssen die Prozeduren darlegen, mit denen die ethische Behandlung von Tieren garantiert wurde.

Einverständniserklärungen

Bei aller Forschung am Menschen müssen die Teilnehmer nach entsprechender Aufklärung eine Einverständniserklärung zur Teilnahme an der Studie unterschreiben. Deren Vorhandensein sollte im Manuskript dargelegt werden.

Wenn Manuskripte Einzelheiten, Bilder oder Videos einzelner Studienteilnehmern enthalten, müssen die Teilnehmer nach entsprechender Aufklärung eine schriftliche Einverständniserklärung mit deren Veröffentlichung abgeben. Das Vorliegen dieser Einwilligung sollte im Manuskript ebenfalls aufgeführt werden. In Fällen, in denen keine Identifizierung anhand der Bilder möglich ist und im Manuskript keine Einzelheiten über die Person berichtet werden, kann eine Zustimmung zur Veröffentlichung der Bilder nicht erforderlich sein. Die endgültige Entscheidung über die Erfordernis liegt beim Herausgeber.

Werbung

Als gemeinnütziger Publikationsdienstleister verzichtet German Medical Science auf das Erzielen von Einnahmen aus Werbung.

Die Zeitschriftenherausgeber können nach Absprache mit der GMS gGmbH Werbebanner schalten, soweit dadurch nicht die wissenschaftliche Objektivität von German Medical Science gefährdet wird. Beiträge, die ganz oder teilweise werbenden Charakter haben (z. B. Product Reviews), sind als solche klar zu kennzeichnen.