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GMS German Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery – Burn and Hand Surgery

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin (DGV)

ISSN 2193-7052

Stammzellangereicherte Fetttransplantation in der rekonstruktiven Chirurgie

Originalarbeit

  • corresponding author C. Herold - Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, Deutschland
  • P.M. Vogt - Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, Deutschland
  • M.N. Busche - Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, Deutschland
  • A. Jokuszies - Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, Deutschland
  • J. Park - Aesthetic & Plastic Surgery Institute, University of California at Irvine, CA, USA
  • H.O. Rennekampff - Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, Deutschland

GMS Ger Plast Reconstr Aesthet Surg 2012;2:Doc07

DOI: 10.3205/gpras000009, URN: urn:nbn:de:0183-gpras0000099

Dieses ist die übersetzte Version des Artikels.
Die Originalversion finden Sie unter: http://www.egms.de/en/journals/gpras/2012-2/gpras000009.shtml

Veröffentlicht: 25. September 2012

© 2012 Herold et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Zusammenfassung

Einleitung: Es konnte gezeigt werden, dass der Anteil regenerativer Zellen im Fettgewebe höher als im Knochenmark ist. Fettgewebe hingegen ist bei den meisten Patienten exzessiv vorhanden. Das legt den Einsatz von ASCs (adipose derived stem cells) bei regenerativen Anwendungen in der rekonstruktiven Chirurgie nahe.

Material und Methoden: Mit dem Celution® System von Cytori Therapeutics Inc. prozessierte, ASC angereicherte Fetttransplantate werden an vier Patienten mit Weichteildefiziten und störenden Narben sowie Wundheilungsstörungen angewendet.

Ergebnisse: Insbesondere bei Patienten mit Weichteildefiziten und Narben konnte eine suffiziente Volumenaugmentation und ansprechende Verbesserung der Narben erzielt werden. Es wurden keine Nebenwirkungen festgestellt.

Diskussion: Der angiogenetische Effekt ist ein interessanter Faktor bei der autologen Fetttransplantation. Ein großer Vorteil von ASCs, die mit dem Celution® System prozessiert werden, ist deren sofortige Verfügbarkeit. Es entfällt somit eine lang dauernde Prozessierung im Labor. Die vorgestellten klinischen Beispiele verdeutlichen das Potential von ASCs in der regenerativen Medizin und eröffnen neue Möglichkeiten deren Anwendung in der rekonstruktiven Chirurgie.


Einleitung

Neue regenerativ-medizinische Ansätze bieten gerade in der Plastischen Chirurgie vielversprechende Therapieoptionen. „Adipose-derived stem cells“ (ASC) stellen eine Unterguppe von Stammzellen dar, die einfach zu gewinnen und zu isolieren sind und in vielen Studien regeneratives Potenzial gezeigt haben. Die Erkenntnis, dass im Fettgewebe neben Adipozyten, Fibroblasten, Blutgefäßen und Präadipozyten eine Population von Zellen mit multipotentem Differenzierungspotenzial existiert, ist relativ neu. Erst 2001 erkannten Zuk et al. das Potenzial dieser Fettgewebsstammzellen (ASC), sich in verschiedene terminale Funktionszellen zu differenzieren [1]. Aktuelle Studien konnten zeigen, dass die Stromafraktion von Fettgewebe eine ausgesprochen hohe Menge von regenerativen Vorläuferzellen enthält, welche mit der des Knochenmarkes vergleichbar ist [2], [3] oder diese sogar um das 200- bis 300-fache übertrifft. Es konnten durchschnittlich 106 Stammzellen pro 100 ml Lipoaspirat nachgewiesen werden [4]. Der entscheidende Vorteil von Stammzellen, welche aus Fettgewebe gewonnen werden, ist das dieses bei den meisten Patienten in ausreichender, wenn nicht sogar, was epidemiologische Analysen zur Übergewichtigkeit zeigen, in übermäßiger Menge vorliegt. Ferner ist die Spendermorbidität sehr gering [5]. An Mäusen konnte gezeigt werden, dass aus Fettgewebe gewonnene Stammzellen angiogenetische und antiapototische Faktoren sezernieren [6], in Endothelzellen differenzieren, in Gefäße inkorporiert werden und somit die Neovaskularisierung vorantreiben können [7], [8]. Der positive Effekt auf die postmyocardiale Herzfunktion von adipogenen Vorläuferzellen konnte im Tierversuch nachgewiesen werden [9]. Die Transplantation derartiger ASC kann vollschichtige Knorpeldefekte im Tiermodell regenerieren [10]. Die Stammzell-basierte Fettzelltransplantation kann neben Volumeneffekten bei Konturdefekten auch die Hautqualität verbessern [11]. Insbesondere bei strahlengeschädigter Haut konnten Ulcerationen nach autologer stammzellangereicherter Fetttransplantation zur Abheilung gebracht werden [12].

Um diese Vorzüge der adipogenen Vorläuferzellen nutzen zu können ist ein geschlossenes System für die Isolierung und Konzentrierung von Stammzellen und weiteren regenerativen Zellen der Stromafraktion des Fettgewebes zur Anwendung im Operationssaal entwickelt worden. Dieses Celution® genannte System wurde von Cytori Therapeutics Inc. (San Diego, CA, USA) entwickelt und ist CE zertifiziert auf dem europäischen Markt erhältlich. Unter sterilen Bedingen kann mit dem Celution® System im Krankenhaus direkt im Operationssaal neben dem Patienten, konform mit dem Gewebegesetz, welches für die meiste klinischen Anwendungen die Herstellung von Gewebszubereitungen reguliert, die Aufbereitung des frisch durch Liposuktion gewonnenen Lipoaspirates erfolgen. Hierdurch lässt sich das Risiko einer Kontamination oder Zellzerstörung durch Transfer in ein entferntes Labor zur dortigen Prozessierung vermeiden. Die Automatisierung durch das Celution System soll helfen eine hohe Standardisierung betreffend der erzielbaren Zellzahl und Zusammensetzung zu erzielen.

Neben den im Bereich der plastischen Chirurgie offensichtlichen Anwendungsgebieten des Lipotransfers in der ästhetischen Medizin zeigen sich doch insbesondere im Rahmen rekonstruktiver Eingriffe wichtige Anwendungsmöglichkeiten dieser Methode.

Indikationen sind:

1.
kontrakte oder adhärente Narben,
2.
Konturstörungen,
3.
Wundheilungsstörungen.

In der vorliegenden Arbeit sollen erste klinische Erfahrungen mit der stammzellangereicherten autologen Fetttransplantation dargestellt werden.


Material und Methoden

Patientengut

Vorgestellt werden 4 Patientinnen, welche in unserer Klinik mit einer autologen stammzellangereicherten Fetttransplantation behandelt worden sind.

Fettgewinnung durch Liposuction

Die Fettgewebsgewinnung erfolgte durch manuelle Liposuction unter Sog mit speziellen Unterdruckspritzen und stumpfen Absaugkanülen mit drei Öffnungen (Abbildung 1 [Abb. 1]). Die 20 Minuten vorher injizierte Tumeszenslösung bestand aus 0,9% Kochsalzlösung mit Zusatz von 1 ml Epinephrin 1:1000 und 10 ml Natriumbicarbonat 8,4%.

Celution® System und Stromazellisolierung

Das verwendete Celution® System von Cytori Therapeutics Inc., San Diego, CA, USA (Abbildung 2 [Abb. 2]) basiert auf der manuellen Isolierungsmethode von Zuk et al. [1], welche 2001 publiziert wurde. Hierzu wird Lipoaspirat, welches im Rahmen der Liposuction gewonnen wurde, ohne vorherige Zentrifugation oder sonstige Bearbeitung in das Celution™ System gegeben (Abbildung 3 [Abb. 3]). Nach Waschen und Entfernen von Erythrozyten und Zelldebris folgt das enzymatische Prozessieren mit mehreren Kollagenasen (Celase®). Das gesamte hinzugefügte Lipoaspirat, primär maximal 260 ml pro Durchgang (nach einem Update im Jahr 2010 aktuell 360 ml), wird auf diese Weise prozessiert. Die gelösten Stromazellen werden nun automatisch durch das System in die integrierte Zentrifuge geleitet. Während der Zentrifugation und mehreren Waschzyklen erfolgt die Aufreinigung und Konzentrierung der Zellen auf ein Gesamt-Flüssigkeitsvolumen von 5 ml unabhängig von der zugefügten Menge an Lipoaspirat. Das enzymatisch bearbeitete, ausgewaschene Fettgewebe, Kollagenase und Zellen, welche nicht zur Stromafraktion gehören, werden nach Herauslösen und Sammeln der Stromafraktion verworfen.

Stammzell-Stromazelltransfer

Nun wird die gewünsche Menge an später zu transferierendem Fettgewebe aus frischem Lipoaspirat erneut dem System zugeführt, gewaschen und mit den 5 ml Stromazellkonzentrat angereichert (Abbildung 4 [Abb. 4], Abbildung 5 [Abb. 5]). Dieses stammzellangereicherte Fettgewebe kann dann dem System entnommen werden und steht für die Behandlung bereit. Es enthält neben Adipozyten, ASCs, endotheliale Vorläuferzellen und Endothelzellen, Perizyten und vaskuläre glatte Muskelzellen, hämatopoetisch-artige Stammzellen Lymphozyten und Leukozyten [13].

Injektionstechnik

Mittels einer speziellen Applikation, Celbrush® genannt (Abbildung 6 [Abb. 6]), wird das angereicherte Fettgewebe fächerförmig mit kleinen Tropfen von ca. 1–3 mm Durchmesser in das Empfängergewebe über Kanülen mit 3 mm Durchmesser injiziert.


Ergebnisse

Patientin 1

Bei einer 58-jährigen Patientin besteht ein Narbenfeld mit einer Deformierung der rechten Brust bei Zustand nach hautsparender Mastektomie mit adjuvanter Radiotherapie (Abbildung 7 [Abb. 7]). Auswärtige Aufbauversuche mit Eigengewebe waren zweifach fehlgeschlagen, zuerst mittels TRAM-Lappen und zuletzt durch einen gestielten Latissimus dorsi Lappen. Das defizitäre Volumen beträgt ca. 150 ml, sodass eine durch Fetteinspritzung von Fettgewebsaspiraten aus der Flanke und den Oberschenkeln durch fächerförmige Einspritzung zum einen eine Auflockerung des Unterhautgewebes, aber auch eine Volumenvermehrung sowie zusätzliche Auflockerung der Narben um die eingesetzte Hautinsel des Latissimus dorsi Lappen erreicht werden soll. Es werden 260 ml Lipoaspirat im Celution® System zu 5 ml Stromazell-Stammzell Lösung prozessiert und danach mit 145 ml weiterem nativen Lipoaspirat beider Trochanterregionen und der rechten Flanke bei hier vorhandenem Gewebsüberschuss zu insgesamt 150 ml stammzellangereichtertem Lipoaspirat vermischt.

Es erfolgt nun eine ausgedehnte Konturverbesserungsoperation der rechten Brust mit Neuformung der Unterbrustfalte und Konturausgleich des fehlenden Volumens. Postoperativ kann hiermit eine deutliche Konturverbesserung der Brust erzielt werden (Abbildung 8 [Abb. 8]).

Patientin 2

Bei einer 47-jährigen Patientin mit einer zirkumskripten Sklerodermie besteht ein Ulcus cruris im Bereich der distalen beugeseitigen Unterschenkelregion über der Achillessehne mit partieller Sehnennekrose. Der auswärtige Versuch einer Deckung mittels Spalthauttransplantation war ebenso wenig erfolgreich wie eine freie Parascapularlappenplastik. Es folgten multiple Rekonstruktionsversuche der Gewebsdefekte, zuletzt durch Abdeckung mittels Fremdhaut und darunter Stabilisierung des Wundproblems, jedoch ohne definitive Epithelisierung (Abbildung 9 [Abb. 9]). Es wird nun ein Laserdebridement und eine Defektdeckung durch Sprühkeratinozyten vermischt mit einem autologen Stroma-Stammzelltransplantat, welches durch Bearbeitung mit dem Celution® System aus 260 ml Lipoaspirat gewonnen wird, versucht. Nach Lasern des Befundes erfolgt das feuchte Abdecken und anschließend die Entnahme eines kleinen Spalthauttransplantates vom linken Oberschenkel. Dieses wird anschließend mit dem Recell-Kit® aufgearbeitet und zur Einzelzellsuspension umgewandelt.

Nach einer Resuspension der keratinozytenreichen Einzelzellsuspension in 5 ml Stromazell- Stammzell Lösung, erfolgt das Aufsprühen dieser Zell-Lösung fein verteilt über die gesamte Wundfläche. Zur Sicherung der Zelladhärenz auf dem Wundbett wird anschließend ein Overlay mit Fremdhaut durchgeführt. Zwei Monate postoperativ ist es zu einer Verbesserung der Wundsituation, nicht aber zu einem suffizienten Abheilen der Wunde gekommen (Abbildung 10 [Abb. 10]). Eine weitere Verbesserung der Wundsituation wird im Verlauf nun mit einer feuchten Wundbehandlung mit kontrollierten physiologischen Gleichstromimpulsen durchgeführt.

Patientin 3

Eine 27-jährige Patientin hatte sich frühkindlich eine schwere Verbrühungsverletzung zugezogen. Aktuell besteht nun eine ausgedehnte Narbenplatte am kranialen Anteil der linken Mamma im Bereich der Schulterkappe links, so dass die Indikation zu einer Expanderbehandlung gegeben ist. Weiterhin klagt die Pat. über eine deutliche Einziehung der linken Mamma, was eine Konturstörung und auch Hypotrophie der linken Mamma bedingt (Abbildung 11 [Abb. 11]). Die präoperative Abbildunggebende Diagnostik mit MRT und Mamma-Sonographie hatte einen unauffälligen Befund ohne Hinweis auf Pathologien ergeben, so dass nun ebenfalls die Indikation zu einer autologen Fetttransplantation gegeben ist. Bei der ansonsten schlanken Patientin ist jedoch Fettgewebe im Bereich des Abdomens sowie im Bereich beider Hüften vorhanden, dieses lokalisierte Fett wird nun im Rahmen der Liposuktion für die Fetttransplantation gewonnen. Es werden 135 ml Lipoaspirat im Celution® System zu 5 ml Stromazell-Stammzell Lösung prozessiert. Es erfolgt die autologe stammzellangereicherte Fetttransplantation von 75 ml zusätzlichem Lipoaspirat incl. 5 ml Stromazell-Stammzellfraktion in die linke Mamma zur Augmentation sowie zur Narbenunterspritzung im Bereich der oberen Quadranten. Sechs Monate postoperativ berichtet die Patientin über deutlich weichere Narben und es zeigt sich ein ansprechender Konturausgleich im Bereich der linken Mamma (Abbildung 12 [Abb. 12]).

Patientin 4

Bei einer 24-jährigen Patientin besteht ein Weichteildefekt am linken Unterschenkel prätibial (Abbildung 13 [Abb. 13]). Bei einer osteofibrotischen Dysplasie der Tibia war nach Resektion der Läsion ein Segmenttransport der Tibia durchgeführt worden. Im Verlauf war es zur Aus-/Abbildungung einer Osteomyelitis gekommen, so dass multiple Debridements erforderlich wurden. Letztmalig war die Patientin vor 1½ Jahren operiert worden. Die Patientin beklagt eine schmerzhafte Narbenplatte im Bereich des medialseitigen und proximalen linken Unterschenkels mit einer als störend empfundenen Konturstörung. Es war bereits vor sechs Monaten eine Defektkorrektur mittels konventionellem Lipofilling erfolgt, ohne jedoch eine signifikante Weichteilaugmentation zu erbringen. Bei noch fortbestehendem Konturdefekt am linken Unterschenkel prätibial besteht die Indikation zu einer erneuten autologen Fetttransplantation nun stammzellaugmentiert durch das Celution® System. Es werden 160 ml Lipoaspirat im Celution® System zu 5 ml Stromazell-Stammzell Lösung prozessiert und mit zusätzlichem Liposaspirat zu insgesamt 50 ml Fetttransplantat vermischt. Dieses wird in die Weichteildepression injiziert.

Vier Monate postoperativ lässt sich eine deutliche Konturverbesserung nachweisen (Abbildung 14 [Abb. 14]).

Die beschriebenen Patienten sind durchschnittlich nach 12 Monaten (8–15 Monaten) nachkontrolliert worden. Es konnten keine Nebenwirkungen der Therapie festgestellt werden


Diskussion

Im Rahmen der Behandlung von vier Patientinnen mit einer autologen stammzellangereicherten Fetttransplantation konnte ein zufriedenstellender therapeutischer Effekt dieser neuen Behandlungsmethode nachgewiesen werden. Interessant ist der autologe stammzellangereicherte Lipotransfer insbesondere aufgrund seines angiogenetischen Potentiales [7], [8]. Gerade die Gefäßversorgung von frei transplantiertem Fett limitierte bisher den Erfolg der Methode. Bereits 1893 hatte Neuber herausgefunden, dass die Überlebensrate von transplantiertem Fett abhängt von der Größe des Transplantates [14]. Basierend auf der Erkenntnis, dass kleinere Fetttransplantate eine höherer Überlebensrate haben, entwickelte Coleman seine Methode zum lipostrukturellen autologen Lipotransfer [15]. Das angiogenetische Potential des autologen stammzellangereicherten Lipotransfers sollte eine weitere Verbesserung der Vitalität und Überlebensrate des Fetttransplantates ermöglichen [16].

Der Vorteil von mit dem Celution® System gewonnenen Vorläuferzellen liegt in der sofortigen Verfügbarkeit der Stammzellen. Auf eine mehrwöchige Kultivierung, wie es mit Knochenmarkstammzellen, welche zusätzlich äußerst limitiert am selben Patienten zu gewinnen sind, notwendig ist, kann verzichtet werden. Diese Kultivierung ist teuer, stark reguliert und kann zu fundamentalen Veränderungen der Biologie der kultivierten Zellen führen [17]. Diese Einschränkungen haben zu einem zunehmenden Interesse an Vorläuferzellen, welche aus Fettgewebe gewonnen werden, geführt. Erst seit kurzen ist es auch als Quelle von verschiedensten Typen von Vorläuferzellen bekannt geworden [18], [19]. Entwicklungsgeschichtlich entsteht Fettgewebe wie auch Knochenmark aus mesodermalen Gewebe und vergrößert sich nach der Geburt durch Proliferation der Vorläuferzellen und Zellvergrößerung [16]. Es können sich die enthaltenen fibroblastenartigen Zellen unter anderem chondrogen, adipogen, neurogen, osteogen und myogen differenzieren [20], [21], [22].

Die Gewinnung von Fettgewebe ist einfach, die Durchführung im Rahmen einer Liposuction standardisiert durchführbar. Der relative Anteil von pluripotenten Zellen ist weiterhin deutlich höher als im Knochenmark [4], [21], [23], das für den Patienten ohne wesentliche Morbidität zu gewinnende Ausgangsgewebe ist je nach Gewicht des Patienten unvergleichbar größer.

Bezüglich der Zusammensetzung der Stammzell-Stromazellfraktion gibt der Hersteller Cytori selbst an, dass sich aus 100 ml Lipoaspirat mit dem Celution System zwischen 25 und 40 Millionen Zellen isolieren lassen. Lin et al. beschreiben eine Zellausbeute von durchschnittlich 295.176 Zellen pro 1 ml Fettgewebe [13]. In der Publikation von Suga et al. wird beschrieben, dass in einem Kubikzentimeter Fettgewebe 1 Million Adipozyten, 1 Million adipose-derived stem/progenitor cells (ASC), 1 Million Endothelzellen, und 1 bis 2 Millionen andere Zellen, wie Blutzellen, zu finden sind [24].

Erste Untersuchungen zeigen jedoch, dass die alleinige Injektion von Stammzellen nicht den erwünschten Volumeneffekt bei der Korrektur von Weichteildefekte hat. Daher wird die mit der Celution® gewonnen Stromazellfraktion vor dem autologen stammzellangereicherten Lipotransfer mit frisch aspiriertem und gewaschenen Fettgewebe der gewünschten Menge vermischt. In einer tierexpermentellen Studie konnte ein 2,5-facher Fettgewebserhalt bei intraoperativ stammzellangereichertem Lipotransfer im Vergleich zu reinem Lipotransfer erzielt werden [16]. Auch gegenüber mit kultivierten Fettvorläuferzellen versetztem Fettgewebe konnte ein verbesserter Fettgewebserhalt erzielt werden.

Kim et al. beschreiben in einer aktuellen Studie jedoch gute Erfolge mit aus ASCs differenzierten Fettzellen bei der Korrektur von Weichteildefekten und Narben im Gesichtsbereich [25]. Hier wurden aus Lipoaspiraten vom Abdomen ASCs isoliert und dann für 24 bis 26 kultiviert, um unreife Adipozyten zu erhalten. Diese wurden dann injiziert. Bei Nachuntersuchungen mit 3 D Scannern teilweise über 12 Monate konnten gute Langzeitergebnisse nachgewiesen werden [25].

Die hier vorgestellten ersten Patientenbeispiele stellen erste Behandlungsbeispiele dar. In der Literatur liegen zur Zeit bisher keine volumetrischen Vergleichsstudien von stammzellaugmentiertem und konventionellem Fetttransfer vor.

Verschiedenste Therapiemöglichkeiten der ASCs wurden bereits in Tierversuchen untersucht. So konnte eine Nierenprotektion im Ischämie-Reperfusionsmodel der Ratte durch ASCs erzielt werden [26]. Die Durchblutung von Lappen [27] oder Extremitäten [28] im Ischämiemodel konnte ebenfalls verbessert werden. Diabetische Ulzerationen konnten ebenso behandelt werden [29] wie eine funktionelle Verbesserungen nach Schlaganfall [30] oder Herzinfarkt [9]. Eine umfassende Übersicht bieten hier die Übersichtsarbeiten von Mizuno [31], [32].

Klinische Anwendung hat die stammzellaugmentierte Fetttransplantation sowie die Anwendung von ASCs hingegen bereits bei fazialer Lipoathrophie [33], Brustaugmentation, ohne hier einen Volumenerhalt zu bestimmen [34], und auch bei perianalen Fisteln [35]. In einer größeren Studie mit 30 behandelten Patienten wurde eine Therapie mit ASCs bei Hemiathrophia facialis, Pectus excavatus, glutealen Weichteildefekten und zur Brustrekonstruktion erfolgreich angewendet [36].

Bei strahlengeschädigter Haut berichtet Rigotti über ansprechende Erfolge, wenn hier auch multiple Fetttransplantationen in Verbindung mit Hauttransplantationen notwendig waren [12]. Dabei kam es bei 19 von 20 Patienten im 18- bis 31-monatigem Follow-up zu einer Verbesserung der Wundsituation. Als Ursache für beide Erfolge wird vor allem die stark angiogenetische Wirkung der ASC diskutiert. So würde die NeuAbbildungung von Blutgefäßen durchaus zu einer Verbesserung der Durchblutungssituation führen.

Bei weiteren Patienten aus dem eigenen Patientengut mit Strahlenulcerationen konnte mit Laser Doppler Untersuchungen gezeigt werden, dass die stammzellangereicherte autologe Fetttransplantation eine Verbesserung der Gewebsoxygenierung bedingt [37].

Die beschriebene angiogenetische Eigenschaft der ASCs kann im Rahmen der Mammaaugmentation und -rekontruktion wünschenswert sein [16], [38], da sie einen besseren Volumenerhalt theoretisch unterstützen könnte, gerade in der weiblichen Brust ist jedoch das Risiko einer Tumorinduktion nicht auszuschließen. Daher sollte hier eine verstärkte Wachsamkeit bestehen, wenn auch die bereits in vitro nachgewiesene Tumorinduktion durch ASCs, z. B. bei Prostatatumoren [39], oder die Interaktion von ASCs mit Brustkrebszellen [40] nicht direkt auf die klinische Anwendung übertragen werden können.

Es ist zurzeit davon auszugehen, dass die stammzellangereicherte autologe Fetttransplantation besonders effektiv ist, wenn vitales Fettgewebe als Matrix im Empfängergewebe vorliegt und eine suffiziente Abdeckung durch Haut vorhanden ist. Möglicherweise ist ein Basislevel an ortständiger Durchblutung im Empfängerareal notwendig, damit die angiogenetischen Effekte der Stammzellen und Progenitorzellen auf die co-transplantierten Adipozyten wirken können. Chronische Entzündung unterbindet möglicherweise den aufbauenden Effekt der ASCs. Dieses wird unterstützt durch die Beobachtung, dass eine Konditionierung des Wundgrundes mit Spenderhaut hier die Ergebnisse verbessern kann. Erste Beispiele haben wir mit der vorliegen Arbeit vorstellen können und da die Behandlung mit ASC ein großes Potenzial für Einsätze in der regenerativen Medizin hat, werden ASC-basierte Therapien zukünftig vermutlich vermehrt Eingang in die praktische klinische Anwendung finden.


Anmerkungen

Hinweis

Falls die autologe Fetttransplantation über ihre ursprüngliche Rolle des Fettgewebsersatzes hinausgeht, also falls von der Transplantation regenerative Optionen erwartet werden, so unterliegt in Deutschland die Anwendung von stammzellangereicherten Fetttransplantaten dem Arzneimittelgesetz dritter Abschnitt § 20 b und c.

Interessenkonflikte

Die Autoren erklären, dass sie keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel haben.


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