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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Intraoperative Computertomographie zur navigationsassistierten Cochleaimplantation

Poster Computerassistierte Chirurgie

  • corresponding author Georg Ledderose - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • John-Martin Hempel - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • Eike Krause - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • Klaus Stelter - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • Joachim Müller - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2012;8:Doc22

doi: 10.3205/cpo000675, urn:nbn:de:0183-cpo0006754

Veröffentlicht: 19. April 2012

© 2012 Ledderose et al.
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Gliederung

Zusammenfassung

Einleitung: Fehlbildungen des Mittel- und Innenohres stellen ebenso wie intracochleäre Veränderungen nach Trauma oder Entzündung für die Cochleaimplantation eine chirurgische Herausforderung dar. Die Unterstützung durch ein Navigationssystem kann hier sinnvoll sein. Die in anderen Fachgebieten bereits etablierte Registrierungsmethode mittels intraoperativer Computertomographie könnte das Erreichen einer hohen intraoperativen klinischen Genauigkeit bei Eingriffen im Felsenbein ermöglichen.

Methoden: Nach der erfolgreichen experimentellen Überprüfung am anatomischen Modell wurde die klinische Genauigkeit des passiven, optischen Navigationssystems nach Auto-Registrierung mittels intraoperativer Computertomographie während einer Cochleaimplantation überprüft. Operiert wurden ein posttraumatisch ertaubter Patient mit Verlegung der basalen Schneckenwindung sowie ein Patient mit Innenohrfehlbildung. Es wurden festgelegte Landmarken navigationsassistiert identifiziert sowie die adäquate Platzierung der Elektrode kontrolliert. Die jeweiligen Zielpunktabweichungen wurden durch verblindete Messungen festgestellt.

Ergebnisse: In der Modellstudie wurden Abweichungen um 1 mm ermittelt. Intraoperativ erwies sich die Genauigkeit als ausreichend, um definierte Punkte wie N. facialis, Promontorium und Binnenlumen der Cochlea navigationsgestützt zu lokalisieren und nach Identifikation der Cochleostomiestelle die Elektrodeninsertion durchzuführen.

Schlussfolgerungen: Die ersten klinischen Erfahrungen mit der intraoperativen Computertomographie zur Auto-Registrierung eines Navigationssystems sind vielversprechend. Die hohe klinische Genauigkeit gewährleistet eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Cochlea-Implantat-Versorgung von Patienten mit komplexen anatomischen Verhältnissen.