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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Das Merkelzellkarzinom – Ein aggressiver Hauttumor im Kopf-/Halsbereich

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  • corresponding author Tobias Reiter - Klinukum Bad Hersfeld, Bad Hersfeld
  • Jan Tielemans - Klinikum Bad Hersfeld, Bad Hersfeld
  • Peter R. Issing - Klinikum Bad Hersfeld, Bad Hersfeld

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2012;8:Doc15

DOI: 10.3205/cpo000668, URN: urn:nbn:de:0183-cpo0006682

Veröffentlicht: 19. April 2012

© 2012 Reiter et al.
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Gliederung

Zusammenfassung

Ca. 80 % aller malignen Hauttumoren sind im Hals- und Gesichtsbereich lokalisiert. Das Merkelzellkarzinom stellt dabei eine seltene, aber sehr aggressive Entität dar. Das kutane neuroendokrine Karzinom entwickelt sich meistens auf chronisch lichtgeschädigter Haut und betrifft vor allem Patienten im höheren Lebensalter, wobei die Geschlechterverteilung nahezu gleich ist. Der Verlauf ist vor allem durch eine frühzeitige Metastasierung sowie durch eine hohe Lokalrezidivrate geprägt.

Fall: Der 61 jährige Patient stellte sich inital mit einer seit ca. 6 Monate bestehenden, progredienten Raumforderung der Regio zygomatica links/infraorbital in unsrer Klinik vor. Es erfolgte eine En-bloc Resektion des Tumors mit temporärer Deckung mittels Epigard. Die histologische Untersuchung ergab ein Merkelzellkarzinom mit randständigen Tumorausläufern. Hierauf erfolgte nach dem Staging, in dem lokoregionäre und Fernmetastasen ausgeschlossen werden konnten, die nochmalige Resektion. Bei tumorfreien Schnitträndern erfolgte die Deckung mittels Rotationslappen nach Esser. Letztlich konnte ein pT2 cN0 cM0 pL1a R0 Karzinom gesichert werden. Es schloss sich eine adjuvante Radiatio der linken Wange und des Lymphabflussgebietes links an.

Diskussion: Im Therapieregime des kutanen neuroendokrinen Karzinoms steht eine operative Therapie bei Ausschluss von lokoregionären und Fernmetastasen an erster Stelle. Auf Grund der häufigen lokalen Rezidive und der Strahlensensibilität des Tumores sollte sich eine adjuvante Radiotherapie anschließen. So lässt sich das Outcome der Patienten deutlich verbessern.